Michelsenschule Hildesheim - Comenius

 

 

Mens sana in corpore sano oder auch Gesunder Körper – gesunder Geist

Was schon die alten Römer wussten und, wenn wir ehrlich sind, auch wir, wird in den nächsten zwei Jahren im EU-Comeniusprojekt Healthy Body – Healthy Mind der Michelsenschule zu neuem Leben erweckt. Gemeinsam mit Partnerschulen in Bulgarien, Deutschland, Estland, Großbritannien, Portugal, Rumänien, Ungarn und der Türkei entwickeln Schülerinnen und Schüler ein Kochbuch in Kombination mit Fitnesszirkeln für den täglichen Gebrauch. Dabei geht es nicht um den belehrenden Zeigefinger, sondern um Spaß am Kochen, am Sport und am Kennenlernen neuer Leute und jetzt zumeist unbekannter Kulturen.

Federführend sind hierbei die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen. Fünf von ihnen werden im November nach Razlog in Bulgarien reisen und dort gemeinsam mit Schülern der anderen Schulen die Grundlagen für das Projekt legen, indem sie einen Fragebogen über die Essgewohnheiten und Leibspeisen ihrer Mitschüler entwickeln werden. Dieser Onlinefragebogen wird in der Vorweihnachtszeit auch dazu dienen, das Lieblingsessen der Michelsenschüler herauszufinden.

Gemeinsam soll so im ersten Projektjahr ein internationales Kochbuch entstehen, das aber nicht nur die Gerichte zum Nachkochen aufzeigt, sondern diese Gerichte mit schmackhaften Alternativzutaten in einen gesünderen Genuss umwandeln soll.

Im zweiten Jahr wird der Bereich Sport und Fitness in den Mittelpunkt rücken. Es wird darum gehen aus nationalen Lieblingssportarten Fitnesszirkel und –übungen für den täglichen Gebrauch zu erarbeiten, testen und dokumentieren.

Für die Michelsenschule liegt der Projekthöhepunkt Anfang Juli 2014. Im Rahmen unserer Projektwoche werden 60 Gäste aus den Partnerschulen zu Besuch kommen und gemeinsam mit uns am Projekt und anderen Themen zu Fragen der Gesundheit arbeiten. Schlafen werden diese Schüler vom 29. Juni bis 5. Juli in Gastfamilien. So kommt ein Stück Europa direkt zu uns.

 

Homepage des Comenius Projekts

 

 


Nach Bulgarien via Comenius

Vom 17. November bis zum 23. November trafen wir uns mit sieben anderen Nationen in Bulgarien, um gemeinsam das Projekt „healthy body – healthy mind“ voranzubringen.

Früh am Sonntagmorgen machten sich sechs Schülerinnen und Schüler aus dem Ernährungsbereich, begleitet von Frau Wittkopf und Herrn Krettek, auf den Weg über London nach Sofia. Dort wurden wir gleich sehr nett von den Bulgaren in Empfang genommen. Nachdem drei Stunden später auch die restlichen Nationen eingetroffen waren, brachen wir schnell zum Hotel in Razlog auf.

Schon am Montag wurden wir von bulgarischen Schülern mit Gesang, Tänzen und Schauspielen begrüßt. Am Nachmittag besichtigten wir in gemischten Gruppen die Kleinstadt Razlog. In den Gesprächen konnten wir unsere Englischkenntnisse unter Beweis stellen.

Am Dienstag waren wir zunächst Gäste der Stadtverwaltung und entwickelten dort in einem Rollenspiel Ideen zur Verbesserung der Gesundheit der Bürger Razlogs. Anschließend arbeiteten wir Sketche zum Thema Ess- und Kochgewohnheiten in den verschiedenen Partnerländern aus, die wir abends dann den anderen Gruppen und Lehrern präsentierten. 

Am Mittwoch machten wir einen Ausflug in das Skigebiet in Bansko und das Naturschutzinfocenter.  Später wählten wir aus den zuvor in den Schulen vorbereiteten Logos eines für unser Comeniusprojekt aus. Ein paar Stunden des späten Nachmittags widmeten wir dem Motto „healthy body“, indem wir uns im Schwimmbad und Fitnessstudio eines Hotels in der Nähe aktiv betätigten. 

Donnerstag besuchten wir die Hauptstadt Bulgariens, Sofia.  Auf dem Weg dorthin beindruckte das Weltkulturerbe Kloster Rila und auch Sofias Kirchen, Kathedralen und andere sehenswerte Gebäude waren sehr beeindruckend. Bummeln in Grüppchen und Shopping kamen an diesem Tag auch nicht zu kurz.

Am Freitag stand zunächst die Entwicklung von Fragebögen rund um Ess- und Kochgewohnheiten auf dem Plan, dabei arbeiteten wir wieder in gemischten Gruppen. Den Abschluss an unserem letzten gemeinsamen Abend bildete ein vielfältiges Buffet, für das alle Nationen jeweils ein landestypisches Gericht gekocht und spezielle Zutaten von zu Hause mitgebracht haben.

Die Abende verbrachten wir gemeinsam in den Hotelzimmern oder in der Stadt, wenn nicht, wie am Mittwoch und Freitag, nach dem gemeinsamen Abendessen noch ausgelassen getanzt wurde.

Mit vielen neuen Erfahrungen und kulturellen Austauschen und Erinnerungen an eine schöne Zeit kehrten wir am Samstag zurück nach Hildesheim. 

 


 

Michelsenschule für gesundes Lernen und Lehren ausgezeichnet
Gesunde Arbeits- und Lebensbedingungen sind auch im „Lebensraum Schule“ nicht selbstverständlich. Dass sie verbessert werden können, hat die Michelsenschule in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich bewiesen. So wurden beispielsweise das umfangreiche Außengelände weiter verschönert, dabei auch ein Basketballfeld gebaut, die Parksituation verbessert und Rückzugsmöglichkeiten für ungestörtes Arbeiten oder Treffen für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie einige Fachgruppen geschaffen.
Basis des Projektes ist die vor 13 Jahren ins Leben gerufene landesweite Initiative „Gesund Leben Lernen“ (GLL) der Landesvereinigung für Gesundheit, der gesetzlichen Krankenkassen, des Gemeinde-Unfallversi­cherungsverbandes Hannover und der niedersächsischen Ministerien für Soziales und Kultus. Auf einer Auftakt- und Richtfestveranstaltung in Hannover wurden jetzt insgesamt 14 Schulen für ihre engagierte und aktive Gesundheitsförderung ausgezeichnet, darunter die Michelsenschule. Zudem starten jetzt sieben neue GLL-Schulen in die 2-jährige Projektphase. Inzwischen haben über 200 Schulen teilgenommen.
„Die Veranstaltung ist immer auch ein Marktplatz der Ideen, denn hier treffen ,alte’ und ,neue’ Teilnehmerschulen in einem fruchtbaren Dialog aufeinander“, so Jan Seeger, Beauftragter des Vorstandes beim Kooperationspartner AOK Niedersachsen, der gemeinsam mit Horst Roselieb, Referatsleiter im Niedersächsischen Kultusministerium, das Zertifikat an die Vertreterinnen und Vertreter der Michelsenschule überreichte.
Eine erste Befragung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler zum Start des Projektes hatte ergeben, welche Verbesserungen an der Michelsenschule nötig und möglich waren. Gemeinsam mit AOK-Präventionsexpertin Frau Ebers-Baltszun von der AOK-Hildesheim entwickelten Lehrende und Lernende speziell auf die Schule zugeschnittene Maßnahmen, um die Arbeits- und Lernbedingungen für alle gesundheitsfördernder zu gestalten.
 
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