Michelsenschule Hildesheim - Genf-Austausch 2016/2017

Unser Genf-Austausch im Schuljahr 2016/2017

Im Schuljahr 2016/2017 ist viel passiert. Unter anderem stand für die achten Klassen die Möglichkeit offen, an der Genf-AG teilzunehmen und mit dieser nach den Osterferien für eine Woche in die französischsprachige Schweiz zu fahren. Die Austauschfahrt ging von Montag, den 24.4. bis Montag, den 1.5. und bleibt bestimmt vielen von uns in guter Erinnerung.

Bevor alle Michelsenschüler von ihren Gastfamilien abgeholt wurden, mussten sie erst die achtstündige Zugfahrt überstehen. Doch als sie am späten Nachmittag erschöpft am Genfer Bahnhof ankamen, warteten ihre Austauschpartner schon voller Vorfreude und Neugier auf sie. Den Montagabend verbrachten alle bei ihren Gastfamilien.

Am Dienstagmorgen ging es für viele schon sehr früh raus aus dem Bett und rein in das Getümmel des morgendlichen Berufsverkehrs. Nach einer kurzen Ansprache und Begrüßung durch die Genfer Lehrer wurden wir auch schon von unseren Austauschpartnern quer durch die Schule geführt. Wenig später fuhr der ganze Austausch mit einem Stadtbus durch Genf in Richtung Innenstadt. Nachdem wir einen Plan für die Stadtrallye erhalten hatten, ging es in Vierer-Gruppen kreuz und quer durch Genf. Nach der Rallye fuhren unsere Austauschpartner entweder mit uns nach Hause oder zurück in die Schule, denn nach einer kleinen Mittags-Stärkung geht der Unterricht in Genf ganz normal weiter. Wir fingen an, an unseren schauspielerischen Projekten zu arbeiten und erste Ideen zu sammeln, denn am Freitagabend sollten wir mit unserer Gruppe einen Werbesketch vor den Eltern unserer Austauschschüler spielen. Den Rest des Nachmittags und den Abend verbrachten wir wieder bei unseren Austauschpartnern.

Am Mittwochmorgen wurden die Hildesheimer in kleine Gruppen eingeteilt und durften in verschiedene Unterrichtsstunden hineinschauen. Nach einem kurzen Nachmittag bei unseren Gastfamilien hatten sich die Genfer etwas ganz Besonderes für uns ausgedacht. Wir konnten bei der Generalprobe des berühmten Stückes ,,West Side Story“ dabei sein. Alle waren nach dem Abend sehr beeindruckt von dem Orchester, welches das Stück begleitete, und von der darstellerischen Leistung.

Donnerstagmorgen hieß es erst einmal wieder an den Projekten zu arbeiten. Doch nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Und somit stand der Ausflug zur UNO an. Wir gingen zu Fuß durch einen schönen Park mit vielen kleinen Teichen hindurch. Am Ufer des Genfer Sees kletterte die ganze Austauschgruppe in ein kleines Boot und wurde von einem freundlichen Mann über den Genfer See auf die andere Seite gefahren. Von hier aus mussten wir noch ein kleines Stück gehen, bis wir bei der UNO ankamen. Wie am Flughafen mussten wir alle durch eine Sicherheitsschleuse gehen. Nach einer kleinen Snack- und Verschnaufpause begannen auch schon die Führungen durch die UNO. Die Genfer und die Hildesheimer gingen in getrennten Führungen, einmal auf Französisch, einmal auf Deutsch.

Am Freitag mussten unsere Austauschpartner ganz normal in den Unterricht, während wir einen Ausflug in eine Schokoladenfabrik antreten durften. Ein Zug brachte uns zu Favarger. Doch vor der Führung gingen wir alle zusammen zum nahegelegenen Migros und hatten dort ein bisschen freie Zeit, um uns etwas zu kaufen. Als die Führung begann, mussten wir alle aus hygienischen Gründen erstmal eine Schutzausrüstung anziehen. Dann ging es aber schnell los, und alle durften den herrlichen Geruch von Kakaobohnen und Schokolade wahrnehmen. Zwischendurch wurden uns immer kleine Schokotäfelchen angeboten. Als sich der kleine Rundgang dem Ende neigte, gab es sogar Muttertags-Pralinen, die wir verzehren durften. Nach der Führung konnten wir uns alle im Favarger-Shop noch so viel Schokolade kaufen, wie wir wollten. Da wir nach der Rückfahrt mit dem Zug in die Innenstadt von Genf noch ein wenig Zeit hatten, durften wir in Dreier-Gruppen für eine Stunde losziehen und uns im Zentrum von Genf noch ein bisschen umsehen. Das war auch der Zeitpunkt, an dem wir einen aus unserer Gruppe verabschieden mussten, da dieser zu seiner Konfirmation wieder rechtzeitig in Hildesheim sein musste. Am Abend kamen alle Gastfamilien in die Schule, und unsere Aufgabe war es, unsere eingeübten Werbesketche vorzustellen. Nachdem unsere Lehrer ein paar Fotos von der bisherigen Woche gezeigt hatten, stand das Büffet, welches von den Familien zusammengestellt worden war, für alle offen. Nach einem langen Abend verabschiedeten sich alle und fuhren teilweise nach Hause, einige aber auch – zum Erstaunen der Hildesheimer – ins Fitnessstudio.

Das Wochenende stand allen Familien zur freien Verfügung. Während manche mit ihren Austauschschülern in die Berge fuhren, hingen andere das Wochenende einfach in der Stadt ab.

 


 

Unsere Austauschschüler aus Genf zu Gast in Hildesheim

Am Dienstag, den 6. Juni 2017, um 18.30 Uhr war es dann wieder so weit: Unsere Genfer Austauschschüler kamen für eine Woche zu uns nach Hildesheim. Am Mittwochmorgen ging es erst einmal wie gewohnt in die Schule. Doch das, was uns in der Schule erwartete, war dann doch gar nicht wie gewohnt. Denn in dieser Woche war die Projektwoche an der Michelsenschule. Das hieß, dass es keinen normalen Unterricht gab, sondern verschiedene Projekte. Der Genf-Austausch hatte ein eigenes Projekt. Wir übten bestimmte Szenen ein, die mit dem Thema Austausch zu tun hatten. Diese sollten wir dann am Freitagnachmittag bei uns in der Aula zusammen mit dem Tansania- und dem USA-Austausch vorstellen. Doch erst einmal wurden wir mit ein bisschen Schauspielunterricht von Frau Sohr auf unser Projekt vorbereitet.

Nach den Übungen am Vormittag ging es mit der Stadtrallye weiter. Die Genfer Schüler bekamen Aufgabenzettel und Wegbeschreibungen und wurden in Kleingruppen losgeschickt. Die Hildesheimer warteten an den verschiedenen Stationen darauf, dass sie die Zettel der Genfer korrigieren und abhaken durften. So ging es für die Genfer quer durch die Stadt an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Am späten Nachmittag hatten alle wieder Zeit in ihren Gastfamilien.

Am Donnerstag startete der Tag mit einem in verschiedene Gruppen aufgeteilten Projekttraining. Das Projekt Genf-Austausch war dann in die Gruppen Schauspiel, Tanz und Kampfchoreografie eingeteilt, welche unter der Gruppenleitung von Frau Wilcke, Frau Sohr und Herrn Jörns stattfanden. Mittags gingen wir mit den Genfern dann ins Wasserparadies. Nach einem fast zu kurzen, jedoch sehr witzigen Aufenthalt stand der Nachmittag wieder zur freien Verfügung offen.

Der Freitag sollte ein ganz besonders anstrengender Tag werden, denn alle Schüler kamen morgens um acht zur Schule und mussten bis abends um 19 Uhr durchhalten. Am Morgen starteten alle mit der Arbeit an letzten Feinheiten in den Tag, um für die Generalprobe perfekt vorbereitet zu sein. Nach der Generalprobe, die nicht ganz ohne Schwierigkeiten verlief, gab es eine etwas längere Mittagspause.

Die gesamte Schule bereitete sich nun auf die Menschenmassen vor, welche sich anschauen wollten, was die Projektgruppen erarbeitet hatten. Die Aufführung der verschiedenen Austauschgruppen in der Aula konnte starten. Es folgten noch viele andere Projektvorstellungen, die alle mit Bewunderung bestaunt wurden. Um 17 Uhr trafen sich alle Gastfamilien des Genf-Austausches dann in den Pavillons der Michelsenschule und aßen zusammen die selbstgemachten Speisen. Um 17.30 Uhr trennten sich die Wege vieler allerdings schon wieder, da das ELEMENTS-Konzert anstand, welches die Projektwoche mit toller Musik ausklingen ließ.

Das Wochenende stand allen Familien wieder frei zur Verfügung. Während manche Familien mit ihren Austauschschülern nach Berlin, Hamburg oder Hannover fuhren, blieben manche auch zu Hause und gingen schwimmen oder spielten Spiele. Einige Familien fuhren mit einer Gruppe von Austauschschülern in den Heide-Park oder ins Rastiland.

Der letzte Tag des Austausches sollte nochmal etwas anstrengender werden. Nachdem die Genfer in Gruppen eingeteilt worden waren, gingen sie die ersten drei Schulstunden mit in verschiedene Unterrichtsstunden. Nach der vierten Stunde fuhren wir dann alle vom Hildesheimer Hauptbahnhof nach Laatzen zum „escaladrome“. Nach einer Einweisung durch die drei Kursleiterinnen konnten wir anfangen zu bouldern.

Danach ging es mit der Stadtbahn weiter ins Zentrum von Hannover. Alle, die Lust hatten, konnten nun die Rathauskuppel hinauffahren. Alle anderen konnten in dieser Zeit in Kleingruppen schon mal die Stadt unsicher machen. Nach der Pause ging es für alle in den „Escape Room“. Hier befand sich jede Gruppe in einem geschlossenen Raum und hatte die Aufgabe, durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben am Ende den Schlüssel zu finden, mit Hilfe dessen sie sich aus dem Raum befreien konnte. Kurz nach 20 Uhr kamen die Austauschteilnehmer wieder am Hildesheimer Hauptbahnhof an. Nun hieß es für die Genfer: Wach bleiben und keine Müdigkeit zeigen, um alles Gepäck in den Koffer zu treiben.

Im Endeffekt haben wir alle etwas bei diesem Austausch gelernt und die eine oder andere Erfahrung gesammelt.

 

Pia Bötjer, im Juli 2017